Mein perfekter Tag im Chitwan Nationalpark

Meine Vorschläge für den Chitwan Nationalpark kannst Du gut an einem Tag machen, wenn Du wenig Zeit hast oder sie auf mehrere Tage verteilen. Hierbei solltest Du daran denken, dass der Eintritt in den Nationalpark jeden Tag fällig wird. Für den Spaziergang zur Elefantenaufzuchtstation brauchst Du allerdings kein Ticket.

1. Ab in den Dschungel

Am frühen Morgen, spätestens gegen 8 Uhr solltest Du zu einer Elefantensafari aufbrechen. Diese dauern im Nationalpark ca. eine gute Stunde bis eineinhalb Stunden, in der Pufferzone ca. 2 Stunden. Im Nationalpark kommt noch eine Eintrittsgebühr (Oktober 2014: ca. 15 US-Dollar) dazu, die Du zusätzlich zum Preis der Safari zahlen musst.

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Eine Elefantentour hat einige Vorteile: Du bist auf dem Tier recht sicher vor anderen Tieren und es ist eine sehr bequeme Art, den Dschungel zu erobern. Im Chitwan Nationalpark hast Du auch schon fast eine Garantie, ein Nashorn zu sehen. Diese fühlen sich auch nicht von den Elefanten bedroht und Du kommst recht sicher ziemlich nahe heran. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit wirst Du auch Hirsche, Wildschweine, Krokodile, Vögel, Schmetterlinge und andere Tiere sehen. Und wenn Du riesiges Glück hast, sogar einen Tiger.

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Am späten Vormittag bist Du wieder zurück und kannst gemütlich in Sauraha oder in Deiner Lodge etwas essen.

2. Durch die Dörfer

Gegen 14 Uhr kannst Du Dich dann langsam auf den Weg Richtung Elefantenaufzuchtstation machen. Der Weg ist leicht zu finden. Einfach vom Fluss aus durch “Little Thamel“ immer geradeaus, bis Du zu der Kreuzung mit dem Elefanten kommst und dann einfach immer geradeaus.

Bis zum Fluss, wo Du dann übersetzten kannst, läufst Du eine gute Stunde. Alternativ kannst Du Dir auch ein Fahrrad mieten und radeln. Aber zu Fuß bist Du langsamer unterwegs und siehst mehr.

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Du kommst durch kleine Dörfer mit Lehmhäusern. Manche sind mit farbigen Handabdrücken dekoriert. Du siehst, wie Frauen an den Pumpen Geschirr oder Wäsche waschen, Kinder spielen vor den Hütten, auf den Reisfeldern wird gearbeitet, vor den kleinen Läden ein Plausch gehalten. Du kannst auch überall Wasser kaufen, falls es nötig wird.

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Irgendwann kommt links ein Hinweisschild auf ein traditionelles Tharu-Dorf. Dem solltest Du folgen und einfach vorbeischauen, aber erwarte nicht zu viel. Es sind im Prinzip ähnliche Häuser, wie Du sie schon unterwegs gesehen hast, aber vielleicht gibt es noch den ein oder anderen Einblick in das traditionelle Leben und Du siehst, wie Frauen mit Mahlsteinen Korn mahlen oder Du siehst eine der alten Frauen mit den Tattoos an Händen und Füßen.

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Nach einem Stück kommt dann der Fluss, wo Du zur Aufzuchtstation übersetzten kannst. Ich habe es nicht getan, denn ich habe gehört, dass dort einige wenige Elefantenkühe mit ihren Babies angekettet leben und das wollte ich nicht sehen. Aber wenn Du Elefanten aus nächster Nähe sehen willst, dann besuche die Station.

Am Fluss sind auch ziemlich verdreckte öffentliche Klos, aber besser als nichts, wenn Du musst.

Zurück geht es dann wieder den gleichen Weg.

3. Alternativprogramm für den Nachmittag

Alternativ zu diesem Programm kannst Du eine halbtägige Wanderung mit Kanufahrt machen. Mir persönlich hat der Eindruck vom Dschungel mit der Elefantentour gereicht. Zudem fand ich die Aussicht auf Blutegel und eine mögliche Begegnung mit einem Nashorn auf Augenhöhe nicht wirklich verlockend.
Wenn Du die Tour am selben Tag machst, gilt der Eintritt für den Nationalpark. Machst Du sie an einem anderen Tag, wirst Du erneut zur Kasse gebeten.

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Die Tour durch die Dörfer dagegen fand ich sehr spannend und habe so ein wenig einen Eindruck vom nepalesischen Landleben bekommen.

Je nachdem, wie viel Zeit Du hast, kannst Du natürlich beides oder auch einen ganztägigen Jungle Walk machen.

Jeepsafaris machen übrigens nur dann Sinn, wenn das Gras nicht so hoch ist, denn sonst siehst Du keine Tiere. Oktober ist daher keine gute Zeit.

4. Sundowner am Fluss

Wenn Du zurück bist, kannst Du Dich gemütlich in eine der Strandbars setzen und auf den Sonnenuntergang warten. Schau am Fluss genau bei den Sandbänken hin. Die Chancen sind gut, dass da ein Krokodil liegt.

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Gegen 17:30 ist es soweit und mit ein paar Wolken sieht es schon ganz dramatisch aus. Vielleicht siehst Du sogar in der Ferne die Gipfel des Himalaya…

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Lust auf den Dschungel bekommen? Hast Du noch ein paar Tipps für Chitwan? Wann fährst Du nach Nepal?
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2 Kommentare

  1. Ulrike

    Das liest sich, als ob es Dir nicht wirklich gefallen hat… Ich habe den Chitwan-Nationalpark in allerbester erinnerung, habe ganz viele Nashörner gesehen. Auch Affen, eine Python, Bären, Krokodile, die hier übrigens Gabiale sind, und unglaublich viele Vögel. Es war ein tolles Erlebnis! Und je länger man dort bleibt, je öfter man in den Urwald geht, desto mehr sieht man. In dennächsten Tagen wird auch so einiges über Nepal 1992 auf meinem Blog zu lesen sein. 😉
    Alles Gute
    Ulrike

    Antworten
    1. Weltenbummlerin (Beitrag Autor)

      Hallo Ulrike,

      hm, nö, den Eindruck wollte ich eigentlich nicht vermitteln. Mir hat es gut gefallen und die Elefantensafari mit den Nashörnern war toll genauso wie der Spaziergang durch die Tharu-Dörfer. Ich würde in jedem Fall wieder hinfahren, aber auch dann würde ich wahrscheinlich nicht den Jungle Walk machen. Die Aussicht auf Blutegel und evtl. hautnahe Begegnung mit Großwild ist nichts für mich, lieber eben auf einem Elefant oder im Jeep 😉

      Liebe Grüße,
      Ivana

      Antworten

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