Bist du bereit für Pashupatinath?

Meine Frage hat durchaus Sinn, denn Pashupatinath ist heftig, zumindest meiner Meinung nach. An wenigen Orten wirst du so offen und direkt mit dem Tod konfrontiert. Vielleicht auf Bali bei den Totenverbrennungen oder in Varanasi, sonst nicht, zumindest nicht meines Wissens.

Pashupatinath ist für die Nepali DER Ort zum Sterben und verbrannt werden, denn schließlich mündet der Fluss Bagmati, in dem letztendlich die Asche landet, im Ganges.

Die beiden Ufer des Bagmati werden durch zwei Brücken verbunden, von denen aus du das Geschehen beobachten kannst oder dann natürlich auch von der anderen Seite.

Wenn du ankommst, sind auf der rechten Seite die Podeste, auf denen die Toten verbrannt werden, die Vorbereitung findet links statt.

Zunächst wird der Tote auf eine Art Bahre gelegt, den Kopf am Shiva Lingam, die Füße im Fluss.

Nachdem die Rituale vollzogen worden sind, wird der Tote wieder zugedeckt und mit Blumengirlanden bedeckt.

Dann wird er zu den Verbrennungsstätten getragen. Da es nur wenige Podeste gibt und eine Verbrennung 3 bis 4 Stunden dauert, passiert es durchaus, dass am Ufer einige Tote liegen und darauf warten, dass eines der Podeste frei wird.

Flammen lodern, bis der Tote eingeäschert ist.

Schau nicht zu genau hin, denn manchmal siehst du das Gesicht oder noch nicht verbrannte Gliedmaßen aus dem Holz ragen. Dazu der Geruch nach verbranntem Fleisch…

Bist du bereit für Pashupatinah und die hautnahe Konfrontation mit dem Tod und auch deiner eigenen Sterblichkeit?

Auf der anderen Seite des Flusses sind etliche kleine Schreine, alle mit dem Shiva Lingam und hier findest du auch die Sadhus die sich sehr bereitwillig gegen einen Obolus fotografieren lassen.

Weiter oben ist auch ein Park, in dem man an sich ganz gut die Eindrücke sacken lassen könnte, wenn hier nicht die frechen Affenhorden ihr Unwesen treiben würden.

Noch ein Wort zum Thema Verhalten: Ich finde es sehr tolerant von den Nepali, dass sie uns Fremde bei dieser persönlichen Situation dulden.

Daher meine Bitte an Dich: Kleide Dich hier in jedem Fall respektvoll, also mindestens mit bedeckten Schultern und Knien und wenn du fotografierst, dann nimm ein Zoom so wie ich es getan habe und laufe bitte nicht zwischen den trauernden Familien herum. Wahre einen respektvollen Abstand.

Den großen Shiva-Tempel direkt am Eingang darfst du als Nicht-Hindu übrigens nicht betreten, aber ein Blick durch das Tor ist immerhin gestattet.

An den Zugängen wirst du auch hier Eintritt zahlen und ab und an wird Dich sicher ein freundlicher Herr in Uniform nach Deinem Ticket fragen.

Wie kommst du hin?

Entweder mit dem Taxi oder du kannst auch von Thamel aus laufen, es sind etwa 5 Kilometer. Der Weg ist eigentlich nicht zu verfehlen, von Thamel aus am Königspalast vorbei und immer im Wesentlichen gerade aus.

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2 Kommentare

  1. der Muger

    Pashupatinath fand ich immer wieder grandios. Sehr besinnlich und auch etwas grauslig. Am liebsten fuhr ich vom Thamel mit dem Fahrrad hin. Ist ja nicht weit – und man kann gleich noch weiter bis Bodnath radeln.
    In Pashupatinath gibt es doch auch diese Penis-Artisten, die sich für ein kleines Trinkgeld einen schweren Stein ans Schwänzchen hängen. Unbedingt sehenswert 😉

    liebe Grüsse vom Muger

    Antworten
    1. Ivana (Beitrag Autor)

      Hallo Muger,

      die Artisten habe ich zwar nicht gesehen, aber Pashupatinath ist immer wieder faszinierend, da bin ich bei dir.

      Viele Grüße,
      Ivana

      Antworten

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